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Susanne Angelini-Zywietz



Interview mit der Susanne Angelini - Zywietz (ehemalige Nationalspielerin)


1. Du spielst schon ca. 25 Jahren Volleyball, bis jetzt immer noch. Außerdem gehörtest Du auch eine langwierige Nationalspieler (1979-1994). Kannst Du ohne Volleyball nicht leben?

Ich spiele einfach sehr gerne Volleyball. Ich bin froh, dass der Sport Volleyball gibt und der ist für mich das Schönstes Spiel. Ich kann ohne Volleyball leben aber ich bin nicht so begeistert wenn ich anderen Sport mitmachen solllte. Volleyball ist mein Leben.

2. Wie kamst Du damals zu Volleyball?

Als ich auf Heimweg nach Hause von der Schule kam, fragten mich einige große Schülerinnen und Schüler, wie Marion Moll , Uwe Köhler, der war der beste Volleyballspieler von Deutschland und tödlich verunglückt und Bettina Ring, auch Peter Christ zur gleicher Zeit, ob ich gerne Volleyball spielen möchte. damals hatte ich nicht kapiert, was das bedeutet. Ich hatte einfach gedacht, Hauptsache bin ich mit den Gehörlosen beim Sport zusammen. Als ich beim Training erschien, war ich begeistert und fasziniert und hatte auch sehr schnell gelernt, was für mich kein Problem war. Ich war talentiert, von klein auf hatte ich immer Sport gemacht. Als es mir langweilig wurde, ging ich einfach zum hörenden Verein und lernte schnell viel.

3. Während Deiner Nationalmannschaft warst Du eine sehr erfolgreiche Spielerin, denn Du warst Weltmeister, Vize ? Europameister sowie Euro ? Dritte gewesen. War Dir hart erarbeitet, Kraftimpulse für die Mannschaft zu geben?

Ich hatte immer Volleyball trainiert und bei Hörenden Punktspielen gemacht. Ich hatte immer sehr gerne mitgemacht und gerne weiter nach oben meine Leistungen gemacht. Ich kann mich gut erinnern, wie ich mit der Mannschaft alles geleistet habe. Als Trainer Willert und Rienäcker kamen, hatten wir Zweifel mit ihnen, denn sie sind Lehrer, die gehörlos waren. Sie behandeln uns typisch wie die kleine Schüler, aber sie hatten uns immer Mut gemacht, dass wir schaffen. Damals meine Nationalmannschaft hat es für alles getan und wir wollten einfach alles geben was wir können und schaffen, so hatten wir auch geschafft. Einmal hatten beide Lehrer uns vorgeschlagen, ob wir bei hörendem Turnier mitzumachen und wir hatten immer ohne Überlegen, also ohne wenn und aber, zugesagt .Wir wollten einfach immer weiter nach oben kommen. Der Volleyballverband sagte uns dass er uns kein Kosten übernehmen konnte, weil es anderes ist, aber nach paar Wochen staunten wir nicht schlecht, dass wir doch das Kosten bekamen, dem war peinlich, dass wir auf unser Kosten opfern. Wir hatten nie über Geld gesprochen. Und was Willert uns Mut gemacht hatte, ist es eine tolle Erinnerung, wir hatten jeden Lehrgang, gegen ein hörenden Mannschaft zu spielen. Wir haben jedes mal 3 zu 0 verloren und bei jedem Lehrgang holten wir immer bessere Leistungen, also nächstes Spiel verloren wir wieder aber 3zu1, dann nächstes Spiel 3 zu 2 und dann gewannen wir plötzlich 3 zu 2 und es wurde immer besser 3 zu1 und dann immer 3 zu 0, und uns wurde es langweilig und Willert musste dann immer bessere Mannschaft holen und wir wurden immer besser. Kein Wunder dass wir in Los Angeles 2. Platz geholt haben und in Neuseeland Weltmeister wurden. Es war eine wunderbare Zeit.

4. Besonders wurdest Du geehrt, dass Du nach den Deaflympics 89`in Christcurch/ Neuseeland die beste Spielerin des Turniers warst. Das sagte man inzwischen, dass Du beste Spielerin der Welt geworden warst. Welche Gefühle hattest Du, als Du per Post erhalten hattest?

Ich war ja sehr überrascht und sprachlos. Ich wusste, dass ich sehr gut gespielt hatte und es war meine beste Leistung, die ich je hatte. Ich hatte vor Deaflympics sehr hart gearbeitet. 4 mal in der Woche Trainig und im Sommer 2 mal in der Woche 8 km Waldlauf gemacht. Und als ich die Post bekam, war ich ja sprachlos und stolz darauf. Aber ohne meine Mannschaft wären wir nicht Weltmeister und ich bin ihr auch dankbar,dass sie mitgemacht hatten.

5. Nach Deinem Aufhören im 1994 spieltest Du trotzdem sehr lange beim Hörenden (Landesligist oder Verbandsligist). Brauchtest Du weiterhin richtig Spaß, beim hohen Niveau zu spielen?

Ich hatte nie gesagt, dass ich aufhören möchte. Damals in der Zeit hatte ich schon einfach keine Lust gehabt, vielleicht hatte ich mal Pause gebraucht. Bei Hörenden möchte ich einfach immer weiterspielen. Du hattest schon Recht, dass ich gerne mit höherem Niveau spielen möchte, weil es einfach alles stimmt. Ja richtig bei Landesliga und Verbandsliga. Wir steigen mal auf und ab. Das gehört leider dazu. hihi

6. Laut Umfrage bist Du zweite beste deutsche Spielerin aller Zeiten hinter Bettina Steup-Bauer gewählt worden. Bist Du echt stolz darüber?

Waaaas? Sehr schön das zu hören. Als zweite ist auch toll. Danke der Wähler und Wählerinnern, dass sie mich auch ehren.

7. Seit 1994 hat die Damennationalmannschaft keine Medaille mehr geholt. Was war los damit? Wie sollte sie sich verbessern werden?

Echt schade und traurig. Was verbessert werden soll, immer trainieren, trainieren und trainieren und sogar mit Spaß und Lust haben, dann klappt es einfach. versuchen mit der Mannschaft über alles sprechen, was besser gemacht werden kann.

8. Du hast nur für GTSV Essen und kurze Zeit für GTSV Dortmund gespielt. Aber inzwischen warst Du auch damals für Padova/ Italien eingetreten. Dort wurdest Du sehr gut unterstützt. Hast Du gute Erfahrung, mal im Ausland zu spielen?

Ja richtig. Es war eine gute Erfahrung für deutschen und italienischen Verein zu spielen. Dort ist anders als hier. Im ersten Jahr haben wir wie bei Bundesliga gespielt. Also ein Spiel am Tag. und im zweiten Jahr da haben weniger Mannschaften gespielt und es wird an 4 Tagen in der Woche also von Do bis Sonntag jeden Tag einmal gespielt und wir bekommen gratis Vollpension. Das ist unglaublich. Ich bin auch 2 Saison mitgespielt und wurde auch italienischen Meister. Wir hatten beim Abschlussfeier großzügig beim Fischrestaurant genossen. Als ich Kinder hatte, hatte ich nicht mehr Zeit wieder Volleyball zu spielen. Padua möchte mich noch haben und heute noch. Ich möchte verzichten,weil ich für Essen spielen möchte.

9. Du hast einen Mann Pippo aus Italien nach Ruhrgebiet geholt. Er ist ja nicht nur Deinen Mann, sondern auch einen tollen Trainer. Dein Verein GTSV Essen ist darüber glücklich, ihn zu haben. Was denkst Du auch dazu?

Ich ihn geangelt? Wir haben den Weg bis hier gefunden, was für uns das Beste ist. Ich bewundere Pippo immer, wenn er denkt und sagt, macht er auch alles richtig. Pippo liebt Volleyball über alles und weiß auch, was er tut. Er liebt es als Damentrainer zu sein. Es macht ihm Spass von Anfänger bis Erfolg leisten zu können. Ich bin stolz auf ihn.

10. Wie findest Du unsere Homepage?

Ich kann Euch Komplimente gratulieren.


Reporter Matthias Bork

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