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Gerhard Ehrenreich



Interview mit unserem Verbandsfachwart Gerhard Ehrenreich


1. Seit 1 ½ Jahren bist Du schon als Verbandsfachwart. Deine Wahlkandidatur des Nachfolger Horand war bei der Tagung überraschend gewesen. Niemand hat Dir gerechnet, da Du Dich vorher 12 jährige Tätigkeiten als Jugendwart viel bemüht und natürlich ärgerlich gearbeitet. Wie kamst Du darauf, doch als Volleyball – Chef zu werden?

Die Antwort kann ich nicht leicht beantworten. Volleyball war schon immer meine Leidenschaft. Bei der Wahl der Sparte im Jahre 1994 in Würzburg wollte ich schon Verbandsvolleyballwart werden. Durch guten Kontakt mit Horand wollte ich mich nicht als Gegen Kandidat auftreten. Ich bin dann Jugendvolleyballwart geblieben, weil ich mir dachte, dass der Aufbau der Jugend wichtig ist. Als ich erfuhr, dass Horand nun nicht mehr kandidieren will, habe ich mich entschlossen zur Wahl zu stellen. Mich hat dann überrascht, dass Dieter Wenig mein Gegenkandidat wurde. Mich überrascht auch, dass ich dann mehr Stimmen bekommen habe. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich war vorher 10 Jahre Volleyballwart für den GSV Würzburg, 18 Jahre Landesvolleyballwart von Bayern und 12 Jahre Verbandsjugendwart im DGS, dadurch habe ich Erfahrung für dieses Amt. Es freut mich, dass bis jetzt alles geklappt hat. Besonders die Arbeit beim Vierländerturnier in Würzburg und bei der EM in München war eine Herausforderung. Wir sollen jetzt mehr auf den Nachwuchs achten, damit die Sparte Volleyball wieder nach oben kommt oder besser gesagt bestehen bleibt.

2. War Deine Konkurrenz Dieter Wenig dabei schwer? Ist er trotzdem nach seiner Wahlniederlage ein guter Mitarbeiter?

Mit dem Techn. Leiter Dieter Wenig arbeite ich gut zusammen und es gibt keine Probleme. Er arbeitet inzwischen schon selbstständig. Es freut mich, dass mein Stellv. gute Arbeit leistet. ich bin mit ihm sehr zufrieden.

3. Hat Deine Tätigkeit als Ziel bis jetzt gut sich durchgesetzt?

Mein Ziel war und ist, wie schon erwähnt, junge Spieler für die Nationalmannschaft zu gewinnen und mehr Volleyballvereine zu gewinnen. Einige junge Spieler haben wir schon gewonnen.

4. Hast Du einige weitere Vorstellung für Bereich Volleyball in die Zukunft?

Wie geschrieben, jungen Kräften Ausschau gehalten wird. Aber ältere Spieler und Spielerinnen sollte man nicht vergessen. Sie haben sich bisher für die Nationalmannschaft intensiv und tatkräftig eingesetzt. Schade, dass im Moment wenige Volleyballvereine in Deutschland sind. Früher waren es fast 40 und jetzt nach der Wiedervereinigung sind ca. 20 Vereine da. Im Osten Deutschland sind mehrere Volleyballvereine. Die nur an Turnieren teilnehmen. Volleyball ist im Moment kein Modesport mehr. Trotzdem hoffe ich auf Aufschwung.

5. Sollten Volleyball und Beach Volleyball im Funktion getrennt werden?

Ich kann mir das nicht vorstellen, dass 2 verschiedene Verbandsvolleyballwarte arbeiten sollen. Beide Sportarten gehört zum allgemeinen Bereich und die Arbeit ist die gleiche. Beachvolleyball wird nur 1x im Jahr gespielt. Auch die Arbeit im Jugendbereich mache ich weiter. 2 Verbandsfachwarte wird der DGS bestimmt nicht zulassen und ist auch nicht nötig. Wahrscheinlich wird die Beachvolleyball EM im Jahre 2005 durchgeführt.

6. Hast Du dabei gedacht, dass unser Webmaster im DGS Volleyball – Vorstand wie z.B. Passstelle, Kassierer und Techn. Leiter gehört?

Darüber kann ich mich nicht entscheiden. Mit dem Webmaster kann man auch so zusammen arbeiten, ohne dass es zum Vorstand gehört. Bei der nächsten Arbeitstagung kann der Webmaster teilnehmen und die teilnehmenden Vereinen informieren. Eine Zusammenarbeit begrüße ich sehr.

7. Unsere Leistungen bei der EM waren super. Die Herren holten EM – Bronze und die Damen schafften bis zu den Halbfinalen. Warst Du damit zufrieden?

Natürlich war ich mit den beiden Mannschaften mehr als zufrieden. Die Damen haben nicht schlecht gespielt. Es fehlte halt das Glück. Die Damen waren sehr gut auf das Spiel vorbereitet, hatten viele Testspiele gegen hörende Mannschaften mit bravourös überstanden. Denn der vierte Platz ist uns schon okay. Der dritte Platz wäre besser gewesen. Bei den Herren war ich sehr überrascht, über das sehr gute Zusammenspiel. Nur am Anfang waren die Spiele sehr nervös, dann steigert sich das Match von Spiel zu Spiel. Es hat sich gelohnt eine gemischte Mannschaft aus jung und alt zu formen. Der neue Trainer Stebel ist ein guter Fang. Er hat sich sehr viel Mühe mit Euch gegeben. Er kann leider nicht gebärden. Es musste immer ein Spieler übersetzen. Das ist auch eine Belastung für die Spieler. Ich hoffe, dieses Problem wird sich lösen und Trainer Stebel kann in Zukunft mit uns Kommunizieren. Das Endspiel war sehr spannend, wie ein Krimi. Ich bin wirklich stolz, dass wir den dritten Platz geholt haben.

8. Wie ich beim www.gl-cafe.de erfahre, sind nur unsere Herren zu den Deaflympics in Melbourne/ Australien geschickt worden. Unsere Damen müssten zu Hause bleiben. Was sagst Du dazu?

Ich kann darüber nicht viel schreiben. Die Entscheidung kommt vom BMI, wegen der Finanzierung. Natürlich bin ich traurig und enttäuscht, dass die Damen nicht zusammen mit den Herren zu den Deaflympics fliegen dürfen. Ich hoffe, bei der EM 2007 können dann beide Teams wieder dabei sein.

9. Du bist nicht nur als DGS – Volleyballwart, sondern auch Bayerische Badminton Wart, 1. Vorsitzende vom GSV Würzburg und Projektleiter für Afrika – Entwickelungshilfe. War das die Mehrbelastung für Dich?

Für mich ist das keine Mehrbelastung, sondern eine Arbeit die Spaß macht. Natürlich gibt es auch Situationen, da würde ich alles am liebsten hinwerfen. Aber dann denke ich: wer rostet, der rastet. Wenn ich merke, dass es eine Belastung wird, dann reduziere ich meine Arbeit und werde das eine oder andere Amt abgeben.

10. Wie findest Du unsere Homepage?

Die Homepage der Sparte Volleyball finde ich super. Eine Zusammenarbeit mit dem Webmaster klappt prima. Macht weiter so. Die aktuellen Mitteilungen sollen veröffentlicht werden. toi, toi, toi Tino und Mabo


Reporter Matthias Bork

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