Alexander Böhner
Interview mit dem Alexander Böhner, der Co-Bundestrainer der Herren
1. Seit 2000 bist Du Co – Bundestrainer geworden. Wie wurdest Du geholt?
Ich habe erfahren, dass die Co-Trainerstelle der Männernationalmannschaft neu zu besetzen ist und mich schriftlich beworben. Dann habe ich den damaligen Bundestrainer Horst Sigel und die Mannschaft kennengelernt, wir haben uns gut verstanden und schon war ich dabei.
2. Inzwischen hast Du als Steller beim 2. Liga gespielt? Immer noch?
Ich habe bis letztes Jahr in der 2. Liga beim TSV-Friedberg gespielt. Nach 6 Jahren 2. Liga musste ich aufhören, weil ich beruflich als Referendar sehr viel arbeiten muss und deswegen keine Zeit mehr habe zu spielen.
3. Wie hast Du einen Durchbruch bis zum 2. Liga geschafft?
Das war kein Durchbruch. Das war Ergebnis harter Arbeit. Ich spielte lange Zeit in der Jugend Volleyball, war auch in der Bayernauswahl. Dann bin ich in die 1. Mannschaft des TSV Friedberg gekommen. Wir sind dann aufgestiegen und halten bis jetzt immer die Liga.
4. Welche Aufgabe tuest Du als Co – Bundestrainer bisher??
Christian und ich arbeiten sehr eng zusammen. Wir sprechen sehr viel über die einzelnen Spieler und die Mannschaft und besprechen unsere Spieltaktik und unser System. Wir kommen in der Regel immer zu einem gemeinsamen Ergebnis. Bei dem Meisterschaften beobachte ich viel die gegnerischen Mannschaften und versuche deren Schwächen und Stärken zu erkennen. Sonst arbeite ich auf den Lehrgängen speziell mit den Zuspielern und dem Libero an ihrer Technik und an ihrem taktischen Verständnis.
5. Bestimmt hat Dir bei der Nationalmannschaft viel Spaß gemacht. Kannst Du Dir vorstellen, irgendwann als Bundestrainer zu arbeiten?
Momentan denke ich nicht daran, weil es mir mit der Mannschaft sehr viel Spaß macht und ich mich auf Australien voll konzentriere.
6. Wir, die Herren – Nationalmannschaft, haben bei EM in München Bronze als Erfolg geholt. Was erinnerst Du Dich jetzt dabei, wie schön es war?
Ich erinnere mich noch an sehr viele Dinge. Speziell natürlich an das verrückte Spiel gegen Russland und die Gefühle nach dem Spiel. Generell war das ein besonderes Tunier, das ich immer in Erinnerung haben werde. Unsere Mannschaft hat hervorragend gespielt und ist, was besonders wichtig war, als Team aufgetreten. Jeder hat für Jeden gekämpft und ich denke, dass wird in Australien wieder so sein.
7. Beim nächsten Höhepunkt kommt Deaflympics in Melbourne/ Australien. Natürlich sollen wir uns gegenüber Rom verbessern. Was hast Du die Pläne vor?
Erstes Ziel ist für mich ist, dass wir als Mannschaft an unsere Leistungsgrenze gehen und Spaß am Spiel haben. Und wenn wir das schaffen hat es jede Mannschaft schwer gegen uns zu gewinnen. Ein bisschen Glück gehört natürlich auch dazu, aber ich glaube schon, dass wir unter die ersten 5 kommen.
8. Was fällt Dir auf, warum die Gehörlosen auf hohen Niveau wie 2. Liga nicht spielen schaffen können?
Die zwei wichtigsten Gründe sind: 1. Gehörlose fangen zu spät an mit dem Volleyball und spielen zu wenig. 2. Das 2.Liganiveau ist schon sehr hoch. Wenn gehörlose Volleyballer dies erreichen wollen, dann müssen sie auch in hörenden Vereinen trainieren und spielen und das 3x-5x die Woche.
9. Damals hast Du als Schwerhörige - Pädogikik studiert? Was machst Du jetzt eigentlich?
Ich arbeite als Studienreferendar an einem Zentrum für lernbehinderte Hörgeschädigte in Hohenwart und lerne da mehr gebärden. So hoffe ich in Zukunft auf den Lehrgängen mehr mit Gebärden arbeiten zu können.
10. Wie findest Du unsere Homepage?
Supergroßes Lob an Tino und Mabo (Habe ich jemand vergessen?). Die Homepage ist echt Spitze!
Reporter Matthias Bork